Wissenswertes

Kalender 2026 - Extras

Lebenshof Schleswig-Holstein 1

Januar

Lebenshof Schleswig-Holstein 3

Die süßen Schlappohrkaninchen (Widder-Merkmal) sind Qualzuchten. Die Hängeohren sind unnatürlich lang und schwer, der Gehöhrgang wird nicht richtig belüftet, die Folge häufige Ohrenentzündungen, Schmerzen, Juckreiz. Kaninchen nutzen ihre Ohren für die Kommunikation, Widderkaninchen sind hierbei deutlich eingeschränkt. Auch das Hörvermögen und der Gleichgewichtssinn sind stark beeinträchtigt. Durch den breit gezüchteten Schädel ergeben sich oft Zahnfehlstellungen, Schmerzen, sowie Probleme mit der Futteraufnahme. Kaninchen haben komplexe soziale Strukturen und pflegen ihre Freund- und Partnerschaften liebevoll. Sie isoliert und allein zu halten ist nicht nur gemein, sondern macht sie auch krank und depressiv. Kaninchen sind teilaktiv, sind also auch einen Teil der Nacht aktiv und brauchen daher auch nachts ausreichend Bewegungsmöglichkeiten. Kaninchen können bei guter Haltung 10-15 Jahre alt werden. Widderkaninchen sterben manchmal an den Folgen der Qualzucht schon mit 4-6 Jahren.

Hier gibts weitere Infos:

Quelle: Kaninchenwiese

Februar

Lebenshof Schleswig-Holstein 5

Das aus Ostasien stammende Ur-Huhn lebte in kleinen Gruppen im Dschungel, legte ca 10  mal im Jahr ein kleines Gelege um zu brüten. Es ernährte sich von Samen, Früchten, Insekten, kleinere Tiere. Die Glucken kümmerten sich intensiv um ihre Küken. Die heutige Legehenne, auf eine extreme Legeleistung gezüchtete Hybridhenne, legt bis zu 300 Eier im Jahr. Ihr Körperbau ist zierlich und leicht, durch die Legeleistung oft ausgezehrt. Das für die Eierproduktion benötigte Calcium ziehen die Hennen aus ihren Knochen, weshalb nahezu alle Hennen bei ihrer Ausstellung mind. ein gebrochenes Brustbein haben, oft mehrere Knochenbrüche. Bei der Ein- und Ausstallung kommt es durch die brutale Handhabung ebenfalls zu schwersten Verletzungen (v. a. Bein- und Flügelbrüche). Zusätzlich leiden die allermeisten Legehennen unter Legedarmentzündungen, Schichteiern, schlimmen Pickwunden und schweren Infektionen. 

Auch Legehennen in Bio- oder Freilandhaltung leiden unter den zuchtbedingten Problemen des Legeapparetes. Vom Schlupf bis zum Tod haben diese Hennen keine einzige Möglichkeit ihren natürlichen Bedürfnissen wie Nestwärme, Freundschaften, Hackordnung, Staubbäder, Gefiederpflege, Sonnenbäder, Erkundungsdrang, Laufen, Scharren auf weichem Untergrund, sichere und friedliche Rückzugsmöglichkeiten usw., nachzukommen.

März

Lebenshof Schleswig-Holstein 7

In Belarus wird die Todesstrafe für Menschen noch vollstreckt. Es gibt nicht nur Tötungsstationen für Menschen, sondern natürlich auch für Tiere. Es gibt keine Tierschutzgesetze in Belarus! Straßenhunde, Straßenkatzen werden gejagt, vergiftet, erschossen, überfahren. Überdrüssig gewordenen Tiere werden in Tötungsstationen gebracht, dort erhalten sie eine gewisse Gnadenfrist, können adoptiert werden. Liebevolle Adoptionen sind sehr selten. Häufig werden die Tiere für Versuchslabore, Hundekämpfe oder andere perfide Praktiken abgeholt. Einige Tierschützer aus verschiedenen Ländern haben sich zusammengeschlossen und versuchen so viele Tiere wie möglich in liebevolle Endstellen zu vermitteln. Anna und Lika kamen über die Tierhilfe Belarus. Diese Tierschützerinnen unterstützen die Tierschützerinnen vor Ort. Es ist kein offizieller Verein. Die  Vermittlung von Anna und Lika hat aber gut geklappt. Jedes Tier was dort sitzt, sollte nicht dort sein. Adoptionen retten ihr Leben und verändern deins. 

April

Lebenshof Schleswig-Holstein 9

Es gibt in Deutschland bisher keine gesetzlich geregelten Haltungsbedingungen in der Putenmast. Es gibt freiwillige Eckwerte (Anzahl/Platz), an die sich die Anlagenbetreiber aber nicht halten müssen. Die meisten Putenanlangen umfassen 10.000 Tiere in Bodenhaltung. In der „Langmast“ werden die weiblichen Puten nach ca 15-17 Wochen, die männlichen Puter nach 19-22 Wochen geschlachtet. In der „Kurzmast“ werden sogenannte „Baby-Puten“ nach ca. 9-12 Wochen geschlachtet.

In der Natur können Puten bis zu 10-15 Jahren alt werden. 

Auf Lebenshöfen werden Mastputen leider nicht sehr alt. Sie entwickeln alle sehr früh Arthrose, oft sogar bevor sie ausgewachsen sind. Je nach körperlicher Probleme und Rasse können einige ca. 1-3 Jahre alt werden, einige vielleicht auch 4-7 Jahre. Oft sind irgendwann die Schmerzen zu stark, dass nur am Ende nur noch die Euthanasie bleibt. 

Mai

Lebenshof Schleswig-Holstein 11

Seit 2008 gibt es in Bulgarien ein Gesetz, welches die Tötung von Straßenhunden verbietet. Dies gilt jedoch nicht für Straßenkatzen. Tierschützer versuchen durch Kastrationskampagnen die Lage etwas zu kontrollieren. Die Zahl der Straßenkatzen steigt jedoch weiter an. Katzen werden gejagt, geschossen, überfahren, auf verschiedenste Arten gequält und sich selbst überlassen. Sie vermehren sich, können auf Grund der schlechten Versorgung ihre Kitten nur selten alle durchbringen, erfrieren, sterben an Hunger und Krankheiten. Die wenigen Tierschützerinnen vor Ort kämpfen gegen Windmühlen, retten so viele Tiere wie möglich, geben ihr letztes Hemd und müssen doch zu oft ansehen wie die vielen Tiere leiden müssen. Es gibt inzwischen mehrere verlässliche Tierschutzvereine, die bulgarische Straßentiere in liebevolle Heime vermittelt. 

Juni

Lebenshof Schleswig-Holstein 13

Hühner können Gesichter erkennen. Sie unterscheiden bis zu 100 verschiedene Menschen und Tiere. Hühner träumen. Auch sie haben REM-Schlafphasen und verarbeiten u.a. Tageserlebnisse. Hühner bevorzugen Stellen mit UV-Licht, weil sie Farben und Muster sehen, die Menschen verborgen bleiben. Umso tragischer ist es, dass die allermeisten Hennen höchstens auf dem Weg zum Schlachthof einen ersten und letzten Sonnenstrahl erhaschen können. Gerettete Hennen die wir das erste Mal auf die Wiese setzen, egal wie geschwächt sie sind, auch diejenigen, die sich bereits im Sterben befinden, legen sich instinktiv auf die Seite und breiten ihre Flügel etwas aus, um so viel Sonne wie möglich auf ihre Haut zu bekommen. Ich habe dies schon selbst mehrmals beobachtet und bin jedes mal zu Tränen gerührt.

Juli

Lebenshof Schleswig-Holstein 15

Warum gibt es so viele Straßenhunde in Rumänien?

Eigentlich müssen Hundehalter*innen in Rumänien ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen, registrieren sowie gegen Tollwut impfen lassen. Doch die Realität sieht anders aus: Trotz der Pflicht sind die meisten Hunde von Besitzer*innen nach wie vor nicht kastriert und können sich somit weiter vermehren. Die Welpen möchte keiner haben. Sie werden ausgesetzt oder zurückgelassen.

Tragischerweise hat die rumänische Regierung 2013 ein Gesetz eingeführt, nach dem Straßenhunde eingefangen und nach einer Frist von zwei Wochen getötet werden dürfen. Die eingefangenen Hunde erleiden bis zu ihrem Tod eine grausame und letztlich sinnlose Tortur. Denn: Rumäniens Ziel von weniger Straßenhunden lässt sich so landesweit nicht erreichen. Wenn die ehemals besetzten Platz- und Futterangebote frei werden, werden diese von anderen Hunden in Anspruch genommen – sei es durch die Vermehrung der verbliebenen Hunde oder Besitzertieren, oder solchen, die aus der Umgebung zuwandern.

Hier gibts noch mehr dazu:

Quelle: deutscher Tierschutzbund

August

Lebenshof Schleswig-Holstein 17

In Deutschland  werden jährlich 60 Millionen Schweine geschlachtet, meist im Alter von 4-6 Monaten. Im größten Schlachthof von Tönnies werden pro Tag etwa 25.000 Schweine geschlachtet. In Deutschland landen jährlich etwa  13,6 Millionen Schweine als sogenannte Fall-Tiere im Müll. Das sind etwa 20 % der geschlachteten Tiere und umfasst meist Tiere, die vor der Schlachtung verendet sind. Weltweit werden jährlich etwa 298,8 Millionen Schweine in der gesamten lebensmittelversorgungskette nicht konsumiert und als Abfall entsorgt.

Hier sind noch ein paar interessante Fakten zu Schweinen: Quelle PETA

September

Lebenshof Schleswig-Holstein 19

In der Milchproduktion (Schafsmilch) sind männliche Lämmer unbrauchbar. Sie werden daher in der Regel in den ersten Tagen/Wochen nach der Geburt geschlachtet und als Lammfleisch vermarktet. Fleischrassen werden im Schnitt mit 4-6 Monaten geschlachtet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit 4-6 Monaten sowohl bei der Mutter, als auch aus der Flasche noch Milch getrunken wird. Sie sind in diesem Alter unglaublich verspielt und wenn es ihnen möglich ist, liegen sie immer bei ihrer Mutter (Familie), sie sind neugierig, können aber auch große Angst bekommen. Riskiert man einen Blick in einen Tiertransporter mit Lämmern, bleibt die Welt und auch manchmal das Herz stehen. 

 

Hier sind noch ein paar Fakten über Schafe: Quelle Peta

Oktober

Lebenshof Schleswig-Holstein 21

Hühner können schnurren. Ähnlich wie bei einer Katze schnurren auch Hühner, wenn sie sich wohlfühlen, z. B. beim Putzen oder Sonnenbaden. Bekomme ich Hennen direkt aus der Anlage, schnurren einige von ihnen, auch wenn sie schwer verletzt oder krank sind. Sie beruhigen sich durch das Schnurren selbst und gegenseitig. Hühner haben insgesamt bis zu 30 verschiedene Laute. Jedes Geräusch hat eine andere Bedeutung (Warnung, Freude, Futteralarm, Stolz usw.)

Hier noch viele weitere Fakten über Hühner:

Quelle: Albert Schweizer Stiftung

November

Lebenshof Schleswig-Holstein 23

Katzen können über 100 verschiedene Laute machen (Hunde nur etwa 10). Das schönste Geräusch ist wohl das Schnurren. Je nach Katze und Situation liegt das Schnurren im Frequenzbereich: 25-150 Hz. Katzen schnurren nicht nur mit der Kehle, auch der Brustkorb und das Zwerchfell vibrieren leicht. Einige Katzen schnurren bis zu 30 mal pro Minute. Schnurren kann die Knochen- und Gewebereparatur fördern, senkt Stresshormone und Herzfrequenz und lindert  Schmerzen. Babykatzen schnurren schon kurz nach der Geburt- ein frühes Kommunikationssignal an die Mutter.

Hier noch ein paar aktuelle Erkenntnisse.

Quelle: Uni Wien

Dezember

Lebenshof Schleswig-Holstein 25

In  Deutschland werden jährlich etwa 40-45 Millionen Puten geschlachtet. Zu Weihnachten werden die meisten Puten „vermarktet“. Nach Ankunft im Schlachthof werden die Puten kopfüber in ein Schlachtband-Halter eingehängt und laufen am Band zum Wasserbad. Dort werden Kopf/Hals in ein mit Strom geladenes Wasserbecken getaucht, wodurch eine Betäubung ausgelöst werden soll. Danach erfolgt dann das „Blutenlassen“. Die Halsschlagadern werden durchtrennt, das Tier blutet aus bis es stirbt.

Hier noch ein weitere Informationen zu Puten:

Quelle Peta

 

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